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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 24.05.2019

Keine Versorgung mit medizinischem Cannabis bei Alternativtherapie

Das Sozialgericht Osnabrück entschied in einem nicht rechtskräftigen Urteil, dass ein Anspruch auf die Versorgung mit medizinischem Cannabis nicht besteht, wenn es eine Alternativtherapie gibt (Az. 46 KR 455/18).

Im Streitfall litt der Kläger seit 2006 unter einer chronischen, schubweise verlaufenden Multiplen Sklerose. Sein Neurologe und Psychiater verordnete eine Versorgung mit Cannabis in Form von getrockneten Blüten zulasten der beklagten gesetzlichen Krankenversicherung. Diese lehnte die Versorgung des Klägers mit medizinischem Cannabis ab, da nach einer gutachtlichen Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen die Versorgung des Klägers auch mit einem alternativen Arzneimittel möglich sei. Diesem Einwand folgte das SG Osnabrück. Zwar liege eine schwerwiegende Erkrankung vor, jedoch stehe eine Alternativtherapie zur Verfügung, die auch bei dem Kläger zur Anwendung kommen könne.

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